Hannover (dpa) - Die angeschlagene Norddeutsche Landesbank ist optimistisch, die dringend benötigte Kapitalspritze von 3,6 Milliarden Euro noch im laufenden Jahr zu bekommen. "Im Prüfverfahren durch die EU-Kommission befinden wir uns mittlerweile auf der Zielgeraden. Wir sind zuversichtlich, dass die Kapitalmaßnahmen wie geplant noch in diesem Jahr umgesetzt werden", sagte Vorstandschef Thomas Bürkle anlässlich der Vorstellung der Quartalszahlen am Donnerstag.

Mit dem Rettungspaket wollen die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie die Sparkassen-Gruppe die NordLB stützen. Die EU-Kommission muss entscheiden, ob das mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar ist.

In den ersten neun Monaten 2019 steigerte die NordLB ihr Konzernergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 64 Millionen auf 215 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank wegen der umfassenden Restrukturierung dennoch weiter einen Verlust.

Zudem ging die Kernkapitalquote seit Jahresbeginn von 6,63 auf 6,53 Prozent zurück. Unter Aufsehern gilt eine Quote von 5,5 Prozent als das Minimum, das Banken unter Stress noch vorweisen sollten. Mit den erwarteten Kapitalmaßnahmen soll die Quote auf rund 14 Prozent angehoben werden. Kernkapital gilt als Puffer für Krisen.