Halle (dpa/sa) - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) will sich nach seiner Wiederwahl für mehr Klimaschutz einsetzen. "Ich habe sämtliche Forderungen von "Fridays for Future" übernommen", sagte Wiegand in einem Interview mit MDR Sachsen-Anhalt. Das Klimaschutzkonzept der Stadt solle erneuert und zur Diskussion im Stadtrat gestellt werden. Unter anderem solle die Innenstadt verkehrsberuhigter werden. Außerdem sei ein Tempo-30-Limit im Zentrum geplant. Darüber hinaus wolle Wiegand mehr für den Fußgänger- und Radverkehr tun. Dennoch betonte der OB: "Für Radikalität bin ich nicht im Klimaschutz, sondern für eine gemäßigte Anpassung."

Wiegand verteidigte seinen Posten bei einer Stichwahl am Sonntag gegen seinen rot-rot-grünen Herausforderer Hendrik Lange. Für den 62 Jahre alten Wiegand ist es bereits die zweite Stichwahl, die er für sich entschieden hat: Vor sieben Jahren gelang dem damaligen Innendezernenten der Einzug in die zweite Runde. Dort siegte er gegen den CDU-Kandidaten Bernhard Bönisch und wurde Halles erstes parteiloses Stadtoberhaupt.