Halle (dpa/sa) - Wer in Halle auf dem Wochenmarkt einkaufen und verkaufen will, muss seit Dienstag eine Maske zum Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus tragen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) forderte die Menschen in der Stadt eindringlich dazu auf, sich einen Mund-Nasen-Schutz zu besorgen oder anzufertigen. Die Stadt helfe bei der Versorgung, dennoch sei Jeder auch selbst verpflichtet, seine Gesundheit zu schützen, sagte Wiegand bei einer Videokonferenz. "Der Staat kann nicht alles, nicht alles regeln", sagte er. Den Angaben nach wurden auf dem Wochenmarkt zunächst 150 Masken verteilt.

Unterdessen werden nach Angaben von Wiegand und Amtsärztin Christine Gröger alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Alten- und Pflegeheimen tätig sind, getestet, - in der Pflege, Verwaltung und in der Versorgung. Wiegand sprach sich zudem dafür aus, auch in Straßenbahnen und Bussen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Trotz der Aufhebung des Katastrophenfalls für die Stadt gelten die strengen Auflagen des Landes zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin, sagte Wiegand. Demnach dürfen die Sachsen-Anhalter nur aus triftigem Grund das Haus verlassen, so für den Weg zur Arbeit und zum Einkaufen. Halle hatte am 17. März wegen der Corona-Pandemie den Katastrophenfall ausgerufen, angesichts von Fortschritten zur Eindämmung von Sars-CoV-2 am 13. April aber aufgehoben.

Informationen der Stadt Halle