Halle (dpa/sa) - In Halle sind wegen positiver Corona-Tests derzeit drei Schulen in unterschiedlichem Maße von Quarantäne für Schüler und Lehrer betroffen. Darunter sind nach der Erkrankung eines Jungen zum Beispiel 135 Schüler einer Sekundarschule. In einer Flüchtlingsunterkunft wurden alle 200 Bewohner unter Quarantäne gestellt, nachdem eine Betreuerin positiv auf das Virus getestet worden war, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) appellierte eindringlich an die Bürger, sich bei Symptomen testen zu lassen. Nur so könnten Ansteckungen früh festgestellt und Infektionsketten unterbrochen werden. Wiegand erklärte, Eltern hätten sich teilweise Testungen verweigert. Ein solches Verhalten sei nicht zu akzeptieren, sagte er.

Am Mittwoch waren in der Stadt den Angaben nach 13 Neuinfektionen gemeldet worden, als aktuell Infizierte gelten 92 Menschen. In den vergangenen sieben Tagen wurden vor Ort 14 Coronavirus-Ansteckungen je 100 000 Einwohner gemeldet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gilt als ein wichtiger Indikator für die Infektionslage. Der Schwellenwert für Halle liegt bei 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Ansprechpartner und -stellen zum Thema Coronavisrus-Pandemie in der Stadt Halle

Statement des Oberbürgermeisters