Halle (dpa/sa) - Das Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) hat nach dem Anschlag in Halle den telefonischen Auskunftsdienst für besorgte Migranten verlängert. "Das spontan organisierte Angebot zeigte sich als richtig und wichtig für die teils sehr verängstigte Personengruppe", erklärte der Geschäftsführer des Lamsa, Mamad Mohamad, in Halle.

Unter der Rufnummer +49 345 21389399 geben demnach Berater in 70 Sprachen Auskünfte für Menschen, die nach dem Attentat vom 9. Oktober Sorge hätten, Opfer von rechtsextremen Taten zu werden. Das Angebot sei besonders für jene hilfreich, die die Nachrichten im Fernsehen oder in den Zeitungen nicht vollständig verfolgen könnten.

Die Anrufer lebten derzeit zum Teil in Angst und Unsicherheit, hieß es. Über die Hotline würden Informationen und Fakten vermittelt, psychosoziale Unterstützung geleistet, aber auch Möglichkeiten aufgezeigt, sich zu engagieren. Das Angebot soll bis Monatsende erreichbar sein.

Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt