Magdeburg (dpa/sa) - Die Magdeburger Polizei bittet nach den gewalttätigen Ausschreitungen am Rande der Aufstiegsfeier des FC Magdeburg um Zeugenhinweise. Die eingesetzten Sonderermittler seien über eine gesonderte Telefonnummer erreichbar, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zudem können Hinweisgeber ihre Fotos, Videos oder Hinweise auf ein Online-Portal des Bundeskriminalamts laden. Die Polizei erhofft sich so weitere Spuren zu den Randalierern. Die neue fünfköpfige Ermittlungsgruppe sichte auch eigenes Material, etwa aus den Überwachungskameras vor Ort, sagte ein Polizeisprecher.

Nach dem vorzeitig gesicherten Aufstieg der Magdeburger Fußballer in die 2. Bundesliga war eine zunächst friedliche Feier mit gut 2500 Fans in der Kneipenmeile am Hasselbachplatz in Randale umgeschlagen. Nach Polizeiangaben attackierten bis zu 300 teilweise vermummte Störer Polizei und Feuerwehr, warfen Steine und Böller, legten Feuer und demolierten Überwachungskameras. Dabei wurden 30 Polizisten verletzt. Elf Störer kamen in Gewahrsam. Schließlich musste die Straßenkreuzung mit Hilfe eines Wasserwerfers geräumt werden.

Die Ermittler versuchen, das Geschehen aufzuklären und mit Hinweisen weitere Verdächtige zu identifizieren. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sprach sich dafür aus, die Täter hart zu bestrafen. "Aus meiner Sicht muss es in diesem Fall auch mal richtig rappeln."