Leipzig/Halle (dpa) - Knapp drei Monate nach dem Verschwinden einer 23-jährigen Studentin aus Leipzig führt offenbar eine Spur nach Halle. Ermittler mit Hunden durchsuchten am Dienstag Räume und Außengelände der Hallenser Kunsthochschule Burg Giebichenstein, wie Andreas Ricken, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig sagte. Zunächst hatten Medien über den sechsstündigen Einsatz berichtet.

Taucher nahmen auch den nahen Mühlengraben unter die Lupe - der Wassereinsatz soll am Mittwoch fortgesetzt werden. "Die bisherigen Ermittlungen haben geboten, heute dort zu suchen", sagte Ricken. Zu den Ergebnissen der Suche machte er zunächst keine Angaben. Die 23-Jährige sei nicht gefunden worden. Weiterhin werde in alle Richtungen ermittelt, ein Verbrechen könne nicht ausgeschlossen werden.

Die Studentin war das letzte Mal am 25. September in Leipzig gesehen worden. Sie wollte zu einem Möbelhaus in Günthersdorf fahren, einem Ortsteil der Stadt Leuna (Sachsen-Anhalt) nahe der Messestadt. In der Umgebung des Möbelhauses hatte ein Großaufgebot der Polizei zunächst mit Spürhunden nach der 23-Jährigen gefahndet. Später hatten Taucher dann in einem Weiher in der Nähe des Möbelhauses sowie im Elster-Saale-Kanal nach der Vermissten gesucht.

LVZ-Artikel