Magdeburg (dpa/sa) - Die Polizei in Magdeburg hat leichtes Spiel gehabt, einen Autofahrer nach einer Unfallflucht zu überführen. Zunächst sah ein 36-Jähriger am Sonntagmorgen vom Fenster aus den Wagen davonfahren, der zuvor sein eigenes geparktes Auto gerammt hatte, wie die Polizei mitteilte. Die alarmierten Beamten fuhren zur Adresse des Fahrzeughalters und fanden dort das gesuchte Auto mit frischen Unfallspuren mitten auf der Straße. Von dort führten auch noch nasse Fußspuren von einer Pfütze zur Haustür.

Auf das Klingeln der Polizisten reagierte zwar niemand. Als sie mit Hilfe eines Schlüsseldienstes hineinkamen, trafen sie den Gesuchten schlafend an. Der 57-Jährige bestritt zwar, gefahren zu sein. Seine Autoschlüssel lagen jedoch auf dem Tisch und er blutete aus der Nase.

Der Schlamassel für den 57-Jährigen vergrößerte sich noch, denn ein Test ergab 1,5 Promille Atemalkohol. Außerdem fanden die Polizisten heraus, dass ihm schon vor Jahren der Führerschein entzogen wurde. Der Mann hat jetzt mehrere Anzeigen am Hals, sein Auto ist er außerdem los. Ein Richter ordnete die Sicherstellung an.