Magdeburg (dpa/sa) - Unter Sexarbeiterinnen in Sachsen-Anhalt herrscht wegen der noch immer nicht vorhandenen Landesregelungen für das Prostituiertenschutzgesetz große Unsicherheit. Das haben die Mitarbeiterinnen der von der AWO getragenen Beratungsstelle "Magdalena" in Magdeburg festgestellt. Das Bundesgesetz war zum 1. Juli in Kraft getreten und sieht etwa vor, dass sich Prostituierte anmelden. Nur: In Sachsen-Anhalt gibt es die nötige Landesregelung noch nicht. Im zuständigen Wirtschaftsministerium hieß es auf Nachfrage, die Abstimmungen zum Landesgesetz liefen. Wann es aber in den Landtag eingebracht werde, sei noch nicht abzusehen.

Unterdessen werden die zwei Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle von den Frauen immer wieder nach der Anmeldung gefragt und nach den steuerrechtlichen Vorschriften. Sie sehen ein rasches Gesetz als dringend notwendig an: "Da hängen Existenzen am seidenen Faden", schildern Susann und Janine. Die beiden Beraterinnen wollen nur mit Vornamen genannt werden.

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