Magdeburg (dpa/sa) - Das Land will Opfer häuslicher Gewalt besser unterstützen. Künftig stehen zwei Psychologinnen den Betroffenen in fünf Frauenhäusern des Landes in Magdeburg, Burg, Wolmirstedt, Salzwedel und Stendal als Ansprechpartner zur Verfügung. Für das Modellprojekt stünden in diesem Jahr 110 000 Euro zur Verfügung, teilte das Gleichstellungsministerium am Donnerstag mit. Die Psychologinnen sollen die Frauen bei der Bewältigung ihrer aktuellen Lebenssituation und der Gewalterfahrung unterstützen, hieß es.

Nach Angaben des Ministeriums musste jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Übergriffe durch den Partner erleiden. Betroffene brauchten professionelle Hilfe, erklärte Gleichstellungsministerin Anne-Marie Keding (CDU). "Mit unserem Modellprojekt beginnen wir, schrittweise ein flächendeckendes Angebot zur psychosozialen Betreuung in den Frauenhäusern des Landes einzuführen." Jüngsten Angaben zufolge waren 2016 663 Frauen und 622 Kinder in den Frauenhäusern des Landes untergebracht.