Magdeburg (dpa/sa) - Der Landesrechnungshof hat sich genauer angesehen, was das Spitzenpersonal der landeseigenen Gesellschaften in Sachsen-Anhalt verdient. Dabei stießen die Prüfer auf Verträge, die aus ihrer Sicht kritikwürdig sind, wie die Behörde vorab mitteilte. Details will Landesrechnungshofchef Kay Barthel am Freitag (10.00 Uhr) in Magdeburg vorstellen. Der Präsident hat im aktuellen Jahresbericht zahlreiche weitere Ergebnisse im Gepäck.

So beleuchtete die Behörde auch Förderpraxis und Jobvergabe bei der seit Monaten kritisch beäugten Lotto-Gesellschaft. Der Rechnungshof war eine von zahlreichen Prüfungsinstanzen, die in den vergangenen Monaten bei Lotto aktiv war. Ein Untersuchungsausschuss des Landtags förderte bereits zutage, dass mehrere Großspieler in Zerbst Millionengewinne mit dubiosen Sportwetten machten. Das langjährige Geschäftsführer-Duo wurde in diesem Zusammenhang fristlos entlassen.