Dessau-Roßlau (dpa) - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Renters in Zahna-Elster (Landkreis Wittenberg) hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den 54 Jahre alten Angeklagten gefordert. Die Verteidigung plädierte am Montag vor dem Landgericht Dessau-Roßlau hingegen auf Freispruch aus Mangel an Beweisen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Urteilsverkündung wird für Donnerstag erwartet. Der Rentner war nach langer Suche Ende Januar 2019 ertrunken aufgefunden worden.

Laut Anklage traf der 54-Jährige den Rentner im Januar 2019 zufällig, als der gerade seinen Hund ausführte. Sie kannten sich aus einem Verfahren gegen den jetzt Tatverdächtigen, in dem der Rentner als Zeuge ausgesagt hatte. Die Männer gerieten laut Staatsanwaltschaft in einen Streit, dann soll der Angeklagte sein Opfer auf die Ladefläche seines Autos gestoßen und auf sein Grundstück gebracht haben.

Dort soll er dem Senioren Verletzungen an Rumpf und Kopf zugefügt und ihn gezwungen haben, Alkohol zu trinken. Später habe er ihn in einem abgelegenen Wassergraben abgelegt, so die Anklage. Der Angeklagte habe gewusst, dass das Opfer im kalten Wasser in der Winterzeit nicht überleben würde.