Magdeburg (dpa/sa) - Die wegen der Corona-Krise existenzbedrohliche Lage des Kulturbereichs darf sich aus Sicht von Sachsen-Anhalts Staats- und Kulturminister Rainer Robra (CDU) nicht verschärfen. Die vom kommenden Montag an für den November geplanten Maßnahmen unter anderem mit Schließungen von Theatern, Opern und Konzerthäusern seien besonders schmerzhaft, erklärte Robra am Donnerstag in Magdeburg.

"Es trifft einen gesellschaftlichen Bereich, der sich ungeachtet aller Hilfsprogramme von Bund und Ländern im Krisenmodus befindet und erst begann, sich in Ansätzen auf einem äußerst niedrigen Niveau zu konsolidieren." Die Einnahmeausfälle der Kunst- und Kulturschaffenden sowie der Beschäftigten der Veranstaltungsbranche müssten kompensiert werden.

Robra wies auf die von der Bundesregierung zugesicherten außerordentlichen Wirtschaftshilfen hin. Der Bund will finanzielle Ausfälle auch für Selbstständige, Vereine und Einrichtungen in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats kompensieren. Zudem würden die Verlängerung und Verbesserung von Fördermaßnahmen für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft sowie für Soloselbstständige in Aussicht gestellt.

Robra sieht nun die Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen sowie die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien "in der dringenden Pflicht, diese Beschlüsse schnell, zielführend und unbürokratisch umzusetzen".

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