Magdeburg (dpa/sa) - Die verletzte Elefantendame Mwana hält sich nach Angaben des Magdeburger Zoos tapfer. Das Tier hatte sich an einem Tor ihren Rüssel gequetscht. Dabei verlor die Elefantenkuh ein etwa zehn Zentimeter langes Teil der hochempfindlichen Spitze. "Die Wunde wird weiterhin medizinisch versorgt, alle passen auf, damit sich nichts entzünden kann", sagte eine Zoosprecherin. Zusätzlich bekomme Mwana Bäder aus einem Gemisch von Tonerde für den Rüssel. Das soll die Heilung begünstigen.

"Sie macht Fortschritte, hat schon mit dem Rüssel von sich aus getrunken und einen Teil der Nahrung zu sich genommen", sagte die Sprecherin. Ansonsten werde sie weiterhin von Hand gefüttert. Dazu geben ihr Tierpfleger Nahrung wie Heu direkt ins Maul. Der Elefant werde von sich aus lernen, mit einer Behinderung umzugehen. Auch in der Natur komme es zu Unfällen. So seien dem Zoo Fälle bekannt, in denen Elefanten beim Trinken in Gewässern von Krokodilen in den hochsensiblen Rüssel gebissen wurden.

Den Angaben nach verletzte sich die Elefantenkuh, als im Zoo routinemäßig ein elektrisch angetriebenes Tor von ihrer Unterkunft zum Gehege geöffnet wurde. Dabei habe sie aus unerfindlichen Gründen ihren Rüssel in einen Türspalt gesteckt und sich ein Stück von der Spitze abgerissen. Tierpfleger und -mediziner seien ihr zur Hilfe geeilt. Das 37 Jahre alte Tier ist nach Zoo-Angaben seit den 1980er Jahren im Magdeburger Zoo. Zur Sicherheit müsse es vorerst in seiner Unterkunft bleiben.

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