Wiesbaden/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr Schulden abgebaut - allerdings weniger als andere ostdeutsche Bundesländer. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag stand das Land bei Banken und privaten Unternehmen im In- und Ausland Ende 2018 mit rund 19,93 Milliarden Euro in der Kreide. Ein Jahr zuvor hatte Sachsen-Anhalt noch etwa 20,79 Milliarden Euro Schulden. Das entspricht einem Abbau von 4,1 Prozent.

Deutlich besser waren Sachsen mit einem Minus von 9,4 Prozent und Thüringen mit 7,4 Prozent. Auch die absoluten Schuldenstände sind in den beiden Ländern teils deutlich niedriger.

Beim Schuldenabbau der Gemeinden liegt Sachsen-Anhalt den Angaben zufolge im Mittelfeld der Bundesländer. Im vergangenen Jahr gingen die Schulden hier um 4,2 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro zurück. Bundesweit vorn liegt Hessen mit einem Minus von 26,9 Prozent bei den Schulden der Gemeinden; auch Sachsen (-9,0 Prozent) und Thüringen (-7,5 Prozent) schneiden besser ab als Sachsen-Anhalt.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes