Offenbach/Bernburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt ist auch in diesem Jahr das trockenste Bundesland in Deutschland. Das geht aus der Jahresbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach fielen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2019 im landesweiten Schnitt 475 Liter Regen pro Quadratmeter. Das waren gut 87 Prozent der normalen Niederschlagsmenge für das Land. Bundesweit waren es 93 Prozent des langjährigen Schnitts (730 Liter).

Auch in den Vorjahren führte Sachsen-Anhalt die Liste der trockensten Bundesländer an. Während im Dürresommer 2018 mit rund 360 Litern je Quadratmeter sogar nur knapp zwei Drittel der normalen Regenmenge auf Sachsen-Anhalt niederprasselte, war es 2017 zwar mit rechnerisch 630 Litern für die Region zu nass, doch im Rest der Republik war es noch nasser. Die Dürre macht vor allem Forst- und Landwirten sowie der Binnenschifffahrt zu schaffen.

Das zu Ende gehende Jahr bescherte Sachsen-Anhalt zudem mit 1905 Stunden gut 380 Stunden Sonne mehr als normal. Zudem war es mit 11,0 Grad Celsius 2,3 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Noch wärmer war es nur in Brandenburg (11,1 Grad) sowie Berlin (11,7 Grad). Für ganz Deutschland errechneten die DWD-Meteorologen eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 10,2 Grad. Den vorläufigen Daten zufolge ist 2019 damit nach 2014 (10,3 Grad) und 2018 (10,5 Grad) das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

Bernburg im Salzlandkreis stellte sogar einen neuen bundesweiten Hitzerekord auf: Am 30. Juni wurden dort 39,6 Grad gemessen - so viel wie noch nie an einem Junitag in Deutschland.

Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes zur Jahresbilanz