Magdeburg (dpa/sa) - 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wird heute in vielen Orten Sachsen-Anhalts der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die zentrale Gedenkveranstaltung von Landtag und Landesregierung am Holocaust-Gedenktag ist in Magdeburg geplant. Am Vormittag (10.00 Uhr) werden Kränze und Blumen am Mahnmal für die Opfer des KZ-Außenlagers Magda niedergelegt. Unter anderen werden Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) und Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) dazu erwartet. Im Anschluss (11.00 Uhr) gibt es eine Gedenkstunde im Landtag, bei der der israelische Historiker Moshe Zimmermann sprechen wird.

Gegen Mittag (12.15 Uhr) wird im Foyer des Parlaments eine Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an 87 gewählte Abgeordnete aus der Region des heutigen Sachsen-Anhalts, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Gedenkveranstaltungen sind unter anderem auch in Wittenberg, Dessau-Roßlau, Halle, Wernigerode und in Stendal geplant.

Am Holocaust-Gedenktag wird weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Lager steht symbolhaft für den NS-Völkermord an Millionen Menschen. Seit 1996 wird auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog an diesem Tag in Deutschland der Opfer gedacht.

Infos zur Gedenkveranstaltung in Magdeburg