Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat 2020 mehr Geld für Kunstankäufe ausgegeben als im Jahr zuvor. Es seien Werke für zusammen rund 207 000 Euro gekauft worden, 2019 waren es noch knapp 114 300 gewesen, heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Angela Kolb-Janssen. Es habe keine Kunstkäufe mit besonderem Verweis auf die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstler während der Corona-Pandemie gegeben. Der Schwerpunkt des Ankaufs habe aber auf der Sparte zeitgenössischer bildender Kunst gelegen. Von welchen Künstlerinnen und Künstlern Werke gekauft wurden und für welchen Preis, wurde als Verschlusssache eingestuft.

"Mit dem Ankauf soll die Entwicklung einer kreativen, vielschichtigen, lebendigen und ausdrucksstarken bildenden Kunstszene in Sachsen-Anhalt unterstützt werden", hieß es weiter in der Antwort der Landesregierung. Dabei werde zuallererst nach inhaltlichen und künstlerischen Kriterien entschieden. Ein Kunstbeirat berate das Land. Ziel sei, in einer Landessammlung repräsentativ die Potenziale und künstlerische Entwicklung zu dokumentieren. Zudem sollen bereits bestehende Kunstsammlungen vervollständigt werden.

Die vom Land angekauften Kunstwerke werden im Landesverwaltungsamt dokumentiert und aufbewahrt. Viele seien an öffentliche Einrichtungen und Institutionen entliehen. Somit seien sie öffentlich zugänglich.

© dpa-infocom, dpa:210123-99-139290/2

Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Angela Kolb-Janssen