Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt steht bei der Technikausbildung an Schulen laut einer Untersuchung im bundesweiten Vergleich gut da. Das ist das Ergebnis einer Lehrplananalyse des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), über die der Verband am Dienstag berichtete. Im Ländervergleich erreichte das Land 86,5 von 100 Punkten und lag damit knapp hinter Baden-Württemberg (87,9) den zweiten Platz. Thüringen folgte auf Rang 3 (80,7). Der bundesweite Mittelwert betrug den Angaben nach 73,6 Punkte. Besonders positiv wurde hervorgehoben, dass in Sachsen-Anhalt als einzigem Bundesland in allen Schulformen ein eigenständiges Wahlpflichtfach "Technik" angeboten werde.

Nachholbedarf haben Sachsen-Anhalts Schulen nach Auffassung des VDMA noch in der Praxis- und Berufsorientierung. So seien im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern an Gymnasien derzeit keine Pflichtpraktika vorgesehen. Dem Verband zufolge sollten zudem technische Fragestellungen und naturwissenschaftliche Fächer stärker miteinander verknüpft sowie das eigenständige Fach Informatik auf Sekundarschulen ausgeweitet werden. Bisher gebe es das nur in der gymnasialen Oberstufe.

Mitteilung des VDMA