Magdeburg (dpa/sa) - Nach den ersten Nachweisen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen ist die Seuche im Nachbarland Sachsen-Anhalt weiterhin nicht nachgewiesen. Vier am Samstag im Landkreis Harz gefundene tote Wildschweine seien alle negativ auf die für Menschen ungefährliche Krankheit getestet worden, teilte die Kreisverwaltung am Montag mit.

Nach Angaben des Umweltministeriums vom Montag sind in Sachsen-Anhalt derzeit keine Verdachtsfälle bekannt. Man sei weiterhin gut vorbereitet und intensiviere die Zusammenarbeit mit den Kreisen, sagte eine Sprecherin.

Nach mehreren Fällen in Brandenburg war am Samstag ein erster Fall aus Sachsen bekannt geworden. Das Tier war am 27. Oktober im Landkreis Görlitz geschossen worden. Der Erreger ist in vielen Regionen Osteuropas verbreitet. Wild- und Hausschweine sterben in der Regel nach wenigen Tagen an dem Virus, für Menschen ist es ungefährlich.

Die Fleischwirtschaft ist allerdings besorgt: Mit derzeit rund 1,3 Millionen Schweinen in rund 2800 Betrieben ist dies ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Sachsen-Anhalt.