Halle (dpa/sa) - Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt haben nach den jüngsten vorliegenden Zahlen im Jahr 2018 mehr Geld ausgegeben als im Jahr davor. Die Ausgaben für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung hätten fast 1,5 Milliarden Euro betragen, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Halle mit. Das seien 8,1 Prozent mehr als 2017 gewesen. Größter Posten seien die Personalkosten gewesen, die mit 889,8 Millionen Euro mit 59,8 Prozent der Gesamtausgaben zu Buche schlugen. Die Ausgaben für Mieten, Pachten, Energie und Sachausgaben betrugen 496 Millionen Euro, mehr als 50 Millionen Euro mehr als 2017. Für Investitionen wurden den Statistikern zufolge etwas mehr als 100 Millionen Euro aufgewendet.

Rund die Hälfte der Ausgaben - 740 Millionen Euro - wurden durch die Medizinischen Fakultäten des Sachsen-Anhalts im Studienbereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften realisiert. Danach folgten die Ingenieurwissenschaften mit 115,8 Millionen, die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 74 Millionen und die Mathematik und Naturwissenschaften mit 63,2 Millionen Euro.

Ohne die Zuschüsse der Hochschulträger lagen die Einnahmen der Hochschulen bei 858,7 Millionen Euro, fast 55 Millionen mehr als 2017. Darin waren Drittmittel aus öffentlichen oder privaten Stellen in Höhe von 147,3 Millionen Euro enthalten. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit waren mit 80,2 Prozent oder 688,5 Millionen die größte Einnahmeposition.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes