Eisleben (dpa/sa) - Ein Sattelzug hat auf der Bundesstraße 80 in Mansfeld-Südharz literweise Gefahrgut verloren und für stundenlange Behinderungen gesorgt. Nach ersten Erkenntnissen war der Behälter defekt und verlor am Montagmorgen seine stark ätzende Ladung, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Lkw-Fahrer steuerte seinen Transporter zügig an den Fahrbahnrand. Es seien rund 200 Liter der gefährlichen Flüssigkeit ausgelaufen. Die Bundesstraße wurde zwischen Eisleben und Halle in beide Richtungen gesperrt.

Die Havarie löste einen Großeinsatz aus: Rund 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Spezialisten pumpten die verbliebene Flüssigkeit aus dem 1000-Liter-Behälter, wie eine Kreissprecherin sagte. Eine Expertenfirma werde den Stoff entsorgen. Zudem prüften Mitarbeiter der Straßenmeisterei, ob das ätzende Gefahrgut die Fahrbahn beschädigte.

Das Umweltamt nahm Proben, da nicht auszuschließen war, dass die Flüssigkeit ins Erdreich sickerte. Bei der Substanz handelt es sich den Angaben zufolge um einen Stoff, der als Feuchtigkeitssperre in Gebäuden verwendet wird. Sie kann starke Reizungen an Augen, Haut und Atemwegen auslösen und ist explosiv. Im Laufe des Nachmittags konnte die Sperrung der B80 aufgehoben werden.