Dresden/Erfurt/Magdeburg (dpa) - Schäfer aus ganz Deutschland wollen an diesem Donnerstag mit ihren Tieren vor die Landtage ziehen und dort Petitionen übergeben. Mit der Aktion beklagen sie den drohenden Untergang ihres Berufsstandes und fordern eine Weidetierprämie, wie der Bundesverband der Berufsschäfer am Dienstag mitteilte. Auch die Vorplätze der Parlamentsgebäude in Dresden, Erfurt und Magdeburg werden vorübergehend zur "Weide". Bisher haben rund 120 000 Menschen eine entsprechende Petition unterschrieben, hieß es. Auch etwa 30 Verbände unterstützten die Petition.

Nach Verbandsangaben gab es 2016 in Deutschland nur noch 989 haupterwerbliche Schäfereien, 13 Prozent weniger als 2010. Sie beweideten seinerzeit etwa 6,4 Prozent des Dauergrünlandes, darunter viele Naturschutzflächen. "Durch die hohen Kosten einer naturnahen Tierhaltung ist die Schäferei nicht wirtschaftlich und am preisgetriebenen Markt kaum konkurrenzfähig", teilte der Verband mit. Die Weidetierprämie solle Schäferinnen und Schäfer für ihre gesellschaftlichen Leistungen entlohnen und dem Beruf eine Zukunft geben. In anderen Ländern sei das gängige Praxis.

Pressemitteilung zur Übergabe der Petitionen