Magdeburg (dpa/sa) - An Sachsen-Anhalts Schulen treten schärfere Corona-Schutzregeln in Kraft. Von heute an müssen alle, die sich auf dem Schulgelände bewegen, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wie das Bildungsministerium festlegte. Eine Ausnahme ist der eigentliche Unterricht. Bisher konnten die Schulen selbst entscheiden, ob und wo sie Maskenpflicht anordnen. Zudem sind alle außerschulischen Aktivitäten wie Schulfahrten oder Tage der offenen Tür nicht erlaubt.

Das Land müsse die Maßnahmen weiterentwickeln und den Gegebenheiten anpassen, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Ziel bleibe es, den Unterricht möglichst regulär zu organisieren. "Dennoch müssen wir feststellen, dass immer häufiger Schulen von Quarantäneverfügungen betroffen sind, wenngleich bisher kein gesteigertes Infektionsgeschehen an den Schulen selbst erkennbar ist."

Zuletzt verdreifachte sich die Zahl der Schüler, die als Corona-Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne bleiben mussten, binnen einer Woche auf knapp 2800. Schulen, in denen mindestens ein Viertel der Schüler oder Pädagogen in Quarantäne ist, sollen wieder das sogenannte Wechselmodell organisieren. Dabei werden die Klassen geteilt und lernen abwechselnd digital und mit Aufgaben zu Hause oder in der Schule. In Grundschulen bleibt auch bei vielen Quarantäne-Fällen der tägliche Präsenzunterricht bestehen. Allerdings lernen die Kinder dann nur noch mit einem fest zugeteilten Lehrer.

Übersicht zu Schulen und Schülern, die von Quarantäne-Anordnungen betroffen sind