Frankfurt/Main/Hannover (dpa) - Die Rettung der NordLB mit Hilfe der Sparkassen könnte laut Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis erster Baustein für eine größere Neuordnung der Landesbanken sein. Zunächst gehe es darum, die NordLB von ihren Schiffslasten zu befreien und wieder solide aufzustellen, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) am Montagabend vor Journalisten in Frankfurt. Schleweis bekräftigte: "Ich glaube, dass für die Sparkassen in Deutschland ein Zentralinstitut ausreichend wäre." Noch gibt es fünf Landesbanken.

Zur Entwicklung bei der NordLB wird der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) in einer Sondersitzung des Landtags (13.30 Uhr) eine Regierungserklärung abgeben. Grüne und FDP hatten eine schnelle Unterrichtung des Parlaments und seiner Gremien gefordert.

Am Freitag hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Verhandlungen der Landesregierung mit den Sparkassen über eine Auffanglösung für die angeschlagene Landesbank bekanntgegeben. Nach Weils Angaben wollen die Sparkassen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen - sie werden vor allem für die Stärkung der Eigenkapitalquote notwendig. Die Option eines gemeinsamen Angebots zweier Finanzinvestoren wurde zunächst zurückgestellt. Die NordLB verbuchte wegen des schwierigen Geschäfts bei der Schiffsfinanzierung Milliardenverluste, außerdem muss sie wegen strengerer EU-Vorgaben mehr Eigenkapital vorweisen können.

Mitteilung NordLB-Träger zu DSGV-Modell für die Landesbank

Grafiken Bankenverband VÖB zu Landesbanken

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Vita Schleweis

DSGV zu Landesbanken