Magdeburg/Leipzig (dpa/sa) - Der erste Schnee im neuen Jahr hat in Sachsen-Anhalt teilweise Chaos ausgelöst. Im winterlichen Harz habe es einen enormen Besucherandrang gegeben, teilte die Stadt Wernigerode am Sonntag mit. Es sei nicht mehr zu gewährleisten gewesen, die Rettungswege frei zu halten. Daher habe sich die Stadt entschieden, das Parken entlang mehrerer Straßen - etwa der Brockenstraße im Ortsteil Schierke - zu verbieten. "Schon bei der Anreise in den Oberharz bilden sich kilometerlange Staus, gefolgt von einer nahezu aussichtslosen Parkplatzsuche vor Ort", erklärte Stadtsprecherin Petra Bothe am Sonntag.

Zudem seien Hotels, Cafés und Seilbahnen derzeit coronabedingt gesperrt, hieß es weiter. Ausflugsgäste hätten deshalb kaum Möglichkeiten, sich aufzuwärmen. Obendrein gebe es nur wenige öffentliche Toiletten. Mit Blick auf die Corona-Regeln sollten die Menschen am Wochenende von einem Ausflug in den Harz absehen, appellierten die Verantwortlichen der Stadt.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) fiel am Sonntag bis ins Tiefland verbreitet Schnee. Nur der äußerste Norden Sachsen-Anhalts hatte das Nachsehen und bekam Schneeregen und Regen ab. Im Harz wurde mit bis zu 15 Zentimeter Neuschnee am Sonntag gerechnet. Auch zum Wochenstart soll es laut DWD bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vereinzelt schneien. Auf den Straßen könne es rutschig werden.

Unter anderem meldete die Polizei am Sonntag 16 Unfälle auf den Straßen in Halle, dem Saalekreis, dem Burgenlandkreis und dem Landkreis Mansfeld-Südharz. Etwa die Hälfte davon war laut Polizei "witterungsbedingt".

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