Gardelegen (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt muss bis Anfang April beschließen, wie es sich konkret an der Finanzspritze für die angeschlagene Norddeutsche Landesbank (NordLB) beteiligt. Das sagte Finanzminister André Schröder (CDU) am Dienstag nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit Niedersachsen in Gardelegen. Derzeit werde in seinem Ressort geprüft, welche Option am wirtschaftlichsten sei. Denkbar ist die bisher bevorzugte Unterstützung über eine Beteiligungsgesellschaft. Auch Hilfen direkt aus dem Landeshaushalt werden geprüft.

Die NordLB braucht dringend frisches Geld. Bisher ist geplant, dass zahlreiche öffentliche Institute und die Eigentümer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 3,5 Milliarden Euro aufbringen. Für Sachsen-Anhalt ist ein Anteil von 200 Millionen Euro vorgesehen. Schröders niedersächsischer Amtskollege Reinhold Hilbers (CDU) sagte, er hoffe, dass sich das Nachbarland beteiligt. "Das wäre ein neues Problem, wenn Sachsen-Anhalt sich nicht beteiligen würde."