Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt passt den Schutz für die jüdischen Einrichtungen im Land an. Für jede einzelne Einrichtung habe das Landeskriminalamt eine individuelle Gefährdungsanalyse und ein Schutzkonzept erstellt, sagte Innenstaatssekretärin Tamara Zieschang am Samstag. Dieses werde jetzt in Abstimmung mit den Gemeinden umgesetzt.

Seit dem antisemitischen Terroranschlag in Halle am 9. Oktober hatte die Polizei die Synagogen und acht weitere jüdische Einrichtungen rund um die Uhr bewacht. Die "Magdeburger Volksstimme" hatte am Samstag berichtet, dass diese 24-Stunden-Bewachung gelockert werde und künftig nicht mehr für alle Einrichtungen gelte.

Zieschang betonte, dass sämtliche Maßnahmen mit den jüdischen Gemeinden abgestimmt werden. Wie konkret die Schutzkonzepte aussehen, wird aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.

Am 9. Oktober hatte ein 27 Jahre alter bewaffneter Angreifer versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Nachdem ihm das misslang, erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem Dönerimbiss.