Magdeburg (dpa) - Der SC Magdeburg hat den Saison-Abbruch der Handball-Bundesliga begrüßt. "Natürlich hätten wir die Saison gerne sportlich zu Ende geführt. Die aktuelle Situation lässt aber keine andere Entscheidung als den Abbruch zu", sagte SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt am Dienstag.

Die Magdeburger beenden die Saison hinter dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt als Tabellendritter. "Die sportliche Saisonwertung ist meines Erachtens die fairste Variante, wenn man unterjährig eine derartige Entscheidung treffen muss. Der SC Magdeburg hat damit den hervorragenden dritten Platz der Vorsaison bestätigt und sichert sich in der kommenden Saison somit ein Startrecht in der neuen European Handball League", erklärte Schmedt.

Der Geschäftsführer betonte zugleich, dass sich die Handball-Bundesliga wie auch andere Profiligen in einer existenziellen Krise befinde. "Ich denke, mit dem Abbruchszenario und den in den letzten Wochen eingeleiteten Maßnahmen kann ein Fortbestand aller Bundesligaclubs zumindest bis in den Sommer ermöglicht werden", sagte Schmedt. Der SCM steht nach seinen Worten vor der "größten Herausforderung seit der politischen Wiedervereinigung 1990". Schmedt warb deshalb um breite Hilfe: "Wir werden hier die Unterstützung und Solidarität aller Beteiligten, auch von öffentlicher Seite, benötigen, um den Handballstandort für Magdeburg und Sachsen-Anhalt zu erhalten."

Mitteilung des SCM

HBL-Statement