Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr sechs neue Stiftungen gegründet worden - genauso viele wie 2016. Insgesamt gebe es nun 295 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts im Land, teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen am Dienstag in Berlin mit. Mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent liege Sachsen-Anhalt genau auf dem bundesweiten Durchschnitt. Pro Kopf gebe es aber nur 13 Stiftungen pro 100 000 Einwohner - bundesweit sind es 27. Neu gegründet wurde 2017 unter anderem die Bürgerstiftung "Wir für Zerbst" in der Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Bundesweit stieg die Zahl der Stiftungen 2017 um 549 auf 22 274. Laut Bundesverband bleibt Stiften eines der erfolgreichsten Modelle, sich nachhaltig für die Gesellschaft zu engagieren. Das Stiften sei im Umbruch, es brauche flexible und moderne Modelle für die Zukunft. Angesichts sinkender Erträge und zunehmender Bürokratie, die die Arbeit erschwerten, sieht der Bundesverband auch die Politik in der Pflicht. Er fordert von der neuen Bundesregierung, die angekündigte Stiftungsrechtsreform zügig umzusetzen.