Halle (dpa/sa) - Für mehr Sicherheit im Freibad und der Schwimmhalle: In Sachsen-Anhalt sollen Rettungsschwimmer bei Aktionstagen mit Kindergartenkindern und ihren Erziehern baden gehen. Alle Kitas, die sich bei der Unfallkasse Sachsen-Anhalt meldeten, erhielten "ihren eigenen" Rettungsschwimmer, der sie begleitet, für Sicherheit sorgt und ihnen Übungen für die Gewöhnung an das Nass zeigt, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Freitag in Magdeburg mit.

Hintergrund sei, dass etwa 40 Prozent der Kinder in Deutschland nicht sicher schwimmen könnten, fast 700 Schwimmhallen und Bäder seien bundesweit in den zurückliegenden Jahren geschlossen worden. Die Zahl der Ertrunkenen sei im Supersommer 2018 sprunghaft gestiegen.

"Wir haben ein landesweites Netz von Ehrenamtlichen geknüpft, die ab sofort bereitstehen, um Kindergärten und Horteinrichtungen beim Besuch in Schwimmhallen und Freibädern zu begleiten." Wasserwachten etwa aus Magdeburg, Burg, Sangerhausen, Quedlinburg und Halle seien beteiligt. Bei den "Badetagen" würden Erzieherinnen mit Informationen dazu versorgt, wie viele Kinder zugleich baden dürften, wie sich Notfälle vermeiden ließen und wer für die Aufsicht verantwortlich sei.

Unfallkasse Sachsen-Anhalt zum Baden in Kindertagesstätten