Rudolstadt (dpa) - In der Diskussion um den zweiten Verwaltungssitz der neuen Mitteldeutschen Schlösserstiftung pocht Landrat Marko Wolfram auf die Heidecksburg als Standort. "Der Thüringer Sitz der Stiftung muss in Rudolstadt bleiben", forderte der SPD-Landrat des Kreises Saalfeld-Rudolstadt am Freitag per Mitteilung. Dort hat die bisherige Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten ihren Sitz, die zusammen mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt in der neuen Stiftung aufgehen soll. Wolfram verwies darauf, dass es durch die bisherige Stiftungsarbeit vor Ort qualifizierte Mitarbeiter und langjähriges Fachwissen in der baulichen Betreuung von Schlössern und Parks gebe.

Mit der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages wurden nach Angaben der Staatskanzleien von Thüringen und Sachsen-Anhalt diese Woche die Weichen für die Gründung der länderübergreifenden staatlichen Kulturstiftung gestellt. Rechtssitz und einer der beiden Hauptverwaltungsstandorte der "Kulturstiftung Mitteldeutschland Schlösser und Gärten" soll Halle werden; der zweite, Thüringer Standort ist noch offen.

Mit der Stiftungsgründung ist ein Sonderinvestitionsprogramm von Bund und den beiden Ländern in Höhe von 400 Millionen Euro verbunden. Wolfram äußerte die Hoffnung, dass dadurch der Investitionsstau auf Schloss Heidecksburg angegangen werden könne. Er sprach von 35 Millionen Euro, die dafür nötig seien.

Residenzschloss Heidecksburg