Magdeburg (dpa/sa) - Seehausen in der Altmark hat als einzige Kommune Soforthilfen des Landes zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Anspruch genommen. 184 950 Euro seien der Gemeinde Ende 2018 überwiesen worden, teilte das Magdeburger Finanzministerium auf Anfrage mit. Das seien 90 Prozent der gesamten Kosten gewesen, um die Nester der Schädlinge aus befallenen Bäumen abzusaugen. Weitere Gemeinden hätten keine Anträge für die Soforthilfen gestellt, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Das Geld stammt aus dem Ausgleichsstock des Landes, aus dem Kommunen bei außergewöhnlichen Belastungen unterstützt werden können. Die Landesregierung hatte die Soforthilfen im Juni 2018 beschlossen. Auslöser war ein Fall in Seehausen, wo ein Mädchen nach einer heftigen allergischen Reaktion zusammengebrochen war. Um Hilfe zu bekommen, mussten die Kosten eine Bagatellgrenze von fünf Euro je Einwohner überschreiten. Der Städte- und Gemeindebund geht davon aus, dass deshalb nicht mehr Gemeinden von den Soforthilfen Gebrauch machen konnten.