Harzgerode (dpa) - Im Kampf gegen eine Borkenkäferplage im Harz verschaffen sich Bundeswehrsoldaten jetzt vor Ort ein Bild von der Situation. Heute soll ein Erkundungstrupp in Sachsen-Anhalt eintreffen und ein Waldstück bei Harzgerode inspizieren, wie die Magdeburger Staatskanzlei mitteilte. Begleitet werden sie unter anderem von Ministerpräsident Reiner Haseloff und Landesinnenminister Holger Stahlknecht (beide CDU). Die Bundeswehr soll Kommunen und privaten Forstwirten im Ostharz helfen, befallene Bäume zu erkennen und zu entfernen. Sachsen-Anhalt verzichtet für seine eigenen Waldgebiete auf die Hilfe des Militärs.

Aufgrund der anhaltenden Dürre und schweren Sturmschäden im Vorjahr konnte sich der Borkenkäfer vielerorts in reinen Fichtenwäldern rasant ausbreiten und schwere Schäden anrichten. Der Bund hatte den Ländern angeboten, Soldaten als Unterstützung gegen die Plage zu schicken. Die Länder müssen die Hilfe allerdings aktiv beantragen.

In Sachsen ist die Bundeswehr bereits gegen den Borkenkäfer im Einsatz. Auch der Westharz ist von der Plage betroffen. Aus Niedersachsen sind bisher jedoch keine Pläne bekannt, deswegen die Hilfe der Bundeswehr in Anspruch zu nehmen.