Magdeburg (dpa/sa) - Mit Blick auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag trommeln die Spielhallenbetreiber für biometrische Zutrittskontrollsysteme. Via Kameras und Computer sollen gesperrte Spieler und Minderjährige besser erkannt werden als nur durch das Personal. In Sachsen-Anhalt seien die Voraussetzungen aktuell besonders ungünstig, denn hier müssten sich Spieler für jede einzelne der rund 260 Spielhallen sperren lassen, erklärte Thomas Breitkopf, Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer und Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland, am Donnerstag in Magdeburg.

Den Automaten- und Spielhallenbetreibern macht die Abwanderung von Spielern ins Internet und ins illegale Spiel schwer zu schaffen. Sie wollen im neuen Glücksspielstaatsvertrag, der derzeit diskutiert werde, eine bessere Regulierung und eine Stärkung der Qualität erreichen. Es gehe um eine gesetzliche Verankerung der Spielhallenzertifizierung, einen qualifizierten Berufszugang und die Zutrittskontrollen. Branchenangaben zufolge gab es in Sachsen-Anhalt 2018 knapp 3000 Geldspielgeräte in Spielhallen und mehr als 800 in der Gastronomie.