Magdeburg/Erfurt (dpa/sa) - Ein Ermittlungsverfahren gegen den sachsen-anhaltischen AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner wegen sexueller Nötigung ist eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher der Erfurter Staatsanwaltschaft am Freitag. Eine frühere Mitarbeiterin der Magdeburger Landtagsfraktion hatte Büttner vorgeworfen, sie nach einem Treffen mehrerer AfD-Fraktionen Mitte November 2016 in Erfurt sexuell bedrängt zu haben.

"Ich bin erleichtert darüber, dass die infamen Vorwürfe gegen meine Person endlich auch von der Staatsanwaltschaft als haltlos bewertet wurde", erklärte Büttner in einer Mitteilung der Fraktion. Allerdings sei es mehr als fragwürdig, warum es dafür ein fast dreijähriges Ermittlungsverfahren gebraucht habe.

Büttner hatte stets seine Unschuld beteuert. Seinerseits warf er der Frau vor, ihre Noten geschönt zu haben, um an den Job zu kommen. Die AfD-Fraktion sprach von einem Rachefeldzug der Ex-Mitarbeiterin. Ihr war nach nur wenigen Wochen - und kurz nach dem Erfurter AfD-Treffen - gekündigt worden. Die Fraktion hatte den Rausschmiss mit schlechter fachlicher Arbeit begründet.

Mitteilung der AfD-Landtagsfraktion