Halle (dpa/sa) - Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus gibt es in der Stadt Halle Überlegungen, ob der Katastrophenfall ausgerufen wird. Auf die Frage, ob es auch in Halle Überlegungen gebe, wie in Bayern den Katastrophenfall auszurufen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Montag, dass insbesondere die Krankenhäuser und das öffentliche Leben in der Coronavirus-Krise koordiniert werden müssen. "Deshalb gibt es auch hier Überlegungen."

Laut Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-?Anhalt gelten besondere Regeln, wenn der Katastrophenfall ausgerufen wird. So können etwa Sperrgebiete eingerichtet werden. Menschen in einem Katastrophengebiet sind aber auch unter anderem dazu verpflichtet, Anweisungen von Einsatzleitern zu befolgen, Fahrzeuge und andere Geräte zur Katastrophenabwehr zu Verfügung zu stellen oder bestimmte Gebiete zu verlassen.

In Halle sind derzeit 17 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. Es stehen laut Wiegand jedoch Ergebnisse von 110 Tests aus. Daher habe sich die Zahl seit Sonntagnachmittag nicht weiter erhöht. In der Fiebersprechstunde der Poliklinik Reil in Halle seien am Wochenende rund 160 Menschen betreut worden.

Katastrophenschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt