Hamburg/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts CDU-Chef Holger Stahlknecht wünscht sich von der neuen Bundesvorsitzenden der Partei vor allem Durchsetzungsstärke. Das gelte insbesondere für den Kampf gegen die rechtsextremen und linksextremen Ränder der Gesellschaft, sagte der 54-Jährige nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer in Hamburg. Zudem erhoffe er sich, dass sie für eine positivere Wahrnehmung von Ostdeutschlands einstehe. Stahlknecht war selbst als Gast beim Bundesparteitag in Hamburg dabei und gratulierte Kramp-Karrenbauer. "Ich habe ihr Tatkraft, Überzeugungskunst und Fortune gewünscht", sagte Stahlknecht.

Es müsse der neuen Bundeschefin gelingen, das Gemeinsame in der Partei zu betonen. Gut 1000 Delegierte hatten Kramp-Karrenbauer am Freitagabend zur Nachfolgerin von Angela Merkel an der Parteispitze gewählt. Die Saarländerin setzte sich in der Stichwahl knapp gegen den früheren Unions-Fraktionschef Friedrich Merz durch.

Damit unterlag der Favorit der CDU-Mitglieder in Sachsen-Anhalt. Mehr als ein Drittel hatte sich an einer Mitgliederbefragung beteiligt und mehrheitlich für Merz gestimmt, knapp 40 Prozent gaben Kramp-Karrenbauer ihre Stimme. Das Votum war für die 18 Delegierten aus Sachsen-Anhalt nicht bindend.

Stahlknecht sicherte Kramp-Karrenbauer dennoch die volle Unterstützung seines Landesverbands zu. Es gehöre zur Demokratie, Wahlergebnisse zu akzeptieren. "Und 40 Prozent der Mitglieder in Sachsen-Anhalt werden jetzt strahlen."