Halle (dpa/sa) - Während der Corona-Pandemie sind in Sachsen-Anhalt zum Jahresende 2020 hin deutlich mehr Menschen gestorben als in den vorherigen Jahren. In der ersten Dezember-Woche seien nach dem bisherigen Stand 14 Prozent mehr und in der Woche darauf 20 Prozent mehr Sterbefälle gemeldet worden als im Durchschnitt der Vergleichszeiträume 2016 bis 2019, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Damit sei die höchste Übersterblichkeit im Pandemiejahr 2020 erreicht worden.

Im kompletten November habe das Plus bei 6 Prozent, im September und Oktober bei jeweils 7 Prozent gelegen. Die Angaben sind laut den Statistikern vorläufig, weil bei den Standesämtern noch Nachmeldungen und Korrekturen eingingen.

Die November-Wochen seien von schwankenden Werten gekennzeichnet gewesen. So habe die sogenannte Übersterblichkeit von 5 Prozent in der ersten November-Woche auf 13 Prozent in der Woche darauf zugenommen. In der Woche darauf seien drei Prozent weniger gestorben als in den Vorjahreswochen der Jahre 2016 bis 2019. In der letzten November-Woche habe es vier Prozent mehr Sterbefälle gegeben als im Vergleichszeitraum.

Die Zahlen der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen hatten sich von November zu Dezember deutlich erhöht. In der ersten November-Woche hatte das Sozialministerium in seiner Statistik 12 Sterbefälle aufgelistet, in der ersten Dezember-Woche waren es 43 gewesen, in der zweiten Dezember-Woche 65.

Pressemitteilung Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt