Magdeburg (dpa/sa) - Pläne der neuen Bundesregierung bringen für Langzeitarbeitslose in Sachsen-Anhalt mindestens 5000 Jobs im sogenannten sozialen Arbeitsmarkt. Das teilte SPD-Fraktionsvize Andreas Steppuhn am Samstag in Magdeburg mit. Die große Koalition wolle bis 2021 insgesamt 4 Milliarden Euro für neue Jobperspektiven für Langzeitarbeitslose ausgeben. Rund 111 Millionen Euro davon gingen voraussichtlich nach Sachsen-Anhalt. Steppuhn sprach sich dafür aus, den sozialen Arbeitsmarkt dauerhaft über Landes- und Bundesprogramme zu etablieren. "Die Vorzeichen dafür stehen gut."

Mit den Mitteln sollen aus Sicht der Sozialdemokraten vorrangig sozialversicherungspflichtige Jobs im gemeinnützigen Bereich entstehen, bei denen der Mindestlohn Pflicht ist. Dabei solle stets die Freiwilligkeit im Vordergrund stehen. In Sachsen-Anhalt hatte zuletzt jeder dritte der gut 99 400 Arbeitslosen bereits länger als ein Jahr keinen Job - und zählte als langzeitarbeitslos.

Die schwarz-rot-grüne Landesregierung hatte sich zum Start ihrer Regierungszeit vor zwei Jahren bereits auf eine Landesförderung für den sozialen Arbeitsmarkt geeinigt. Im aktuellen Doppelhaushalt stehen dafür rund 15 Millionen Euro zur Verfügung. Nach früheren Angaben von Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sollen bei dem bereits laufenden Programm bis zu 2000 längerfristige Jobs geschaffen werden. Ziel solcher Förderungen mit Betreuungsangeboten ist es, dass Teilnehmer schrittweise den Sprung zurück in reguläre Jobs schaffen.