Halle (dpa/sa) - Die Unternehmen im Süden Sachsen-Anhalts schauen etwas pessimistischer in die Zukunft. "Der Aufschwung der vergangenen Jahre ist vorbei", schreibt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau in ihrem Konjunkturbericht für den Burgenlandkreis. Wie bereits im ersten Quartal des Jahres blicke vor allem die Industrie sorgenvoll auf ihre Zukunft.

"Die Unternehmen verzeichnen weniger Aufträge, sinkende Umsätze und Gewinne", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung. Als Gründe werden internationale Handelsstreitigkeiten, die Energiewende und die Umstellung in der Automobilindustrie genannt. Im Burgenlandkreis sitzt auch der Braunkohleförderer Mibrag.

Im Bau- und Dienstleistungsgewerbe sei die Stimmung deutlich besser. Es gingen genug neue Bauaufträge ein und angesichts stabiler Beschäftigung und steigender Kaufkraft seien auch die Dienstleister zufrieden. Bei Logistikunternehmen sei die Lange ambivalent. Zwar gebe es genug Aufträge, aber nicht genug Fahrer. Dies mache der Branche "heftig zu schaffen". Neben qualifizierten Arbeitskräften brauche es besseres Internet. Der Breitbandausbau bleibe allzu oft zwischen den verschiedenen beteiligten Behörden stecken.