Berlin (dpa) - Der SED-Forschungsverbund der Freien Universität Berlin hat Zweifel an der Korrektheit einer Studie zu den Todesopfern des DDR-Grenzregimes zurückgewiesen. "Wir haben die Fälle höchst differenziert beschrieben", sagte Mitautor Jochen Staadt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Der RBB zweifelt mindestens 50 Opferfälle an. Es seien sogar Täter zu Opfern gemacht worden, hieß es in dem Bericht des Rundfunk Berlin Brandenburg.

Im Juni des Vorjahres war die Studie nach rund fünfjährigen Recherchen des Forschungsverbundes vorgestellt worden. Demnach kamen an der einstigen deutsch-deutschen Grenze insgesamt 327 Menschen aus Ost und West ums Leben.

Der Behörde von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) seien wissenschaftliche Einwände bislang nicht zur Kenntnis gebracht worden, sagte Sprecher Hagen Philipp Wolf der dpa. Den Vorwürfen werde nachgegangen.

RBB-Bericht