Leuna (dpa/sa) - Am Chemiestandort Leuna wird ein Kraftwerk modernisiert und erweitert. Im Beisein von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) beginnen heute mit dem symbolischen Spatenstich die Arbeiten dafür, wie die Infraleuna GmbH mitteilte. Durch die Modernisierung einer bestehenden Kraftwerksanlage entstehe eine leistungsstarke Gas- und Dampfturbinenanlage mit verbesserter Effizienz. Rund 145 Millionen Euro werden den Angaben nach investiert. Infraleuna bietet als Betreiber des Standortes Serviceleistungen für Ansiedler an. Dazu gehört die Energieversorgung.

Leuna zählt mit rund 10 000 Beschäftigten in rund 100 Firmen zu den strukturbestimmenden Standorten in Ostdeutschland. Produziert werden chemische Grundstoffe, Spezialprodukte oder auch Kraftstoffe wie Benzin und Diesel in der Raffinerie. Die chemische Industrie braucht laut Branche angesichts der Produktionsabläufe und -verfahren viel Energie. Nach 1990 wurde das Areal der früheren Leuna-Werke im Zuge des Strukturwandels der ostdeutschen Industrie mit Hilfe von Steuergeldern von Grund auf saniert. Damit einher ging am Standort mit 100-jähriger Industriegeschichte der Abriss von Anlagen sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen mit modernen Produktionsstätten.

Daten und Fakten zum Chemiestandort Leuna