Weißenfels (dpa) - Basketball-Bundesligist Syntainics MBC blickt mit Sorge auf mögliche Geisterspiele oder Spielabsagen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Rund 15 Prozent seines Etats generiert der MBC aus Zuschauereinnahmen, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. Die Folgen einer Spielabsage wären für den Club existenziell.

"Der Verlust der Einnahmen wäre dramatisch. Wir müssten dann über die Konsequenzen sprechen", sagte MBC-Manager Martin Geissler. Er führt noch einen anderen Aspekt an: "Wir müssten bei einer Verschiebung wegen des Coronavirus die Spielpläne verschieben. Das wäre noch schwerwiegender. Damit müssten wir die Verträge unserer Spieler verlängern."

Da ein Großteil der Spielerverträge am 2. Mai ausläuft, wäre die daraus resultierende finanzielle Belastung sogar noch höher. "Bei den Top-Klubs geht es da um Millionen. Dazu ist die Bundesliga nicht in der Lage", erklärt Geissler. Der Manager des MBC nimmt deshalb die Liga in die Pflicht: "Ich denke, dass es notwendig ist, dass die BBL eine grundsätzliche Entscheidung trifft. Wir warten daher darauf, dass sie sich dazu äußert."

Geissler betonte, so lange wie möglich mit Zuschauern spielen zu wollen. Am Freitag (20.30 Uhr) gastiert Gießen planmäßig zum nächsten Heimspiel in der Stadthalle Weißenfels.

Bericht der MZ

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