Zeitz (dpa/sa) - Die Tafeln in Sachsen-Anhalt fordern eine stärkere Bekämpfung von Armut im Land. Diese Aufgabe dürfe nicht allein den Tafeln überlassen werden, sagte Landesverbandschef Andreas Steppuhn am Mittwoch. "Menschen vor Armut zu schützen, ist Aufgabe der Politik und des Staates, und nicht der Tafeln." Stattdessen müsse die Bekämpfung von Armut staatspolitisches Ziel werden, sagte Steppuhn, der auch für die SPD im Magdeburger Landtag sitzt.

Vor allem Kinder- und Altersarmut sei ein zunehmendes Problem, hieß es am Mittwoch am Rande der Mitgliederversammlung der Tafeln in Zeitz. Die Zahl der Bedürftigen in Sachsen-Anhalt insgesamt war zuletzt gestiegen. Kamen 2016 noch 52 000 Menschen zu einer der 100 Ausgabestellen im Land, waren es 2017 etwa 55 000.

Tafel Sachsen-Anhalt