Magdeburg/Erfurt (dpa/sa) - Vertreter des Taxi- und Mietwagengewerbes in Sachsen-Anhalt fordern, dass auch ihre Branche für den angeordneten Teil-Lockdown entschädigt wird. Bisher drohten die Unternehmen leer auszugehen, teilte Martin Kammer, der das sachsen-anhaltische Verkehrsgewerbe vertritt, am Mittwoch mit. Weil Kulturstätten und Restaurants geschlossen haben, Messen und Veranstaltungen seit Langem nicht stattfinden, blieben vor allem den Taxifahrern die Kunden weg, so die Argumentation. Während die Kulturbranche und das Gastgewerbe entschädigt werden sollen, könnten die Verkehrsunternehmen bisher nicht mit Hilfen rechnen.

Das sei ein ernstes Problem für viele Taxi- und Mietwagenunternehmer. "Ohne zu übertreiben: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", so Kammer. Der Verband schlug vor, der Branche einen Unternehmerlohn zu zahlen, der sich am Gewinn des Vorjahres orientiere.

Nach einer Vereinbarung von Bund und Ländern wurde das öffentliche Leben im November erneut heruntergefahren, um die Corona-Pandemie mit zwischenzeitlich dynamisch steigenden Fallzahlen wieder einzudämmen. Es gelten strenge Kontaktbeschränkungen für alle, touristische Übernachtungen sowie Restaurantbesuche sind verboten. Der Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist weitgehend geschlossen.

Der Bund versprach im Gegenzug, betroffene Branchen mit bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat zu entschädigen. Details werden derzeit noch verhandelt und ausgearbeitet. Wann das Geld fließt, ist offen.