Weißenfels (dpa/sa) - Die Suche nach der Mutter des toten Babys von Weißenfels ist auch mehr als zwei Jahre nach dem Tod des Kindes nicht abgeschlossen. Viele Frauen, die bei einem zweiten Reihen-Gentest eine Speichelprobe abgeben sollten, seien nicht auffindbar, sagte Jürgen Neufang von der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Naumburg. Sie seien vermutlich umgezogen oder in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt. Die Ermittler müssten aufwendige Suchen starten. Die genaue Anzahl der Frauen konnte nicht genannt werden.

Eigentlich wollten die Ermittler bis Ende vergangenen Jahres die DNA von mehr als 2000 Frauen testen und die Ergebnisse auswerten. Die Ermittler hofften so auf eine Spur zur Mutter des toten Babys. Unter den bislang getesteten Frauen war den Angaben nach bislang kein Treffer. Zudem verweigerten einige demnach die Speichelprobe. Daher müssten im Umfeld der Frauen etwa Befragungen bei Nachbarn gemacht werden.

Auch ein erster Durchlauf im Jahr 2017 mit 200 Frauen brachte keinen entscheidenden Hinweis. Die zweite Testreihe startete im Mai vergangenen Jahres mit einem größeren Radius um den Fundort der Babyleiche. Das gewaltsam zu Tode gekommene Kind wurde Ende April 2017 in Weißenfels gefunden. Bisher gehen die Ermittler davon aus, dass die Mutter aus Weißenfels stammt, weil der Platz, an dem das Baby gefunden wurde, auf Ortskenntnis schließen lässt.