Magdeburg (dpa/sa) - Magdeburg will in diesem Jahr so viel Geld in Bauprojekte investieren wie seit zehn Jahren nicht. Insgesamt sollen im Jahr 2020 fast 136 Millionen Euro in Bauvorhaben fließen, wie Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am Mittwoch sagte. Alle laufenden und startenden Investitionen summierten sich sogar auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Das sei von der Verwaltung gerade noch zu stemmen, sagte Trümper. Weder im eigenen Haus noch auf dem freien Markt gebe es Personal, um noch mehr Bauvorhaben zu realisieren.

Rufe nach weiteren Investitionsprogrammen für die Kommunen könne er daher nur begrenzt nachvollziehen, sagte Trümper. Es müsse jedem bewusst sein, dass die aktuelle Baufreude vor allem die Preise nach oben treibe. Zudem könnten Kommunen derzeit sehr günstig Kredite aufnehmen. "Alle bauen derzeit, weil das Geld so billig ist."

In Magdeburg sollen dieses Jahr große Summen in die Dauerbaustelle City-Tunnel am Bahnhof sowie in eine neue Brücke über die Elbe fließen. Zudem werden derzeit 24 Schulen saniert, wie Trümper weiter sagte. Als weitere Beispiele nannte die Stadt den Umbau der historischen Stadthalle, der im Sommer starten kann, sowie die Sanierung der denkmalgeschützten Hyparschale im Stadtpark.