Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) hat die angekündigte Eile beim milliardenschweren Bundespaket für die Digitalisierung an Schulen "ganz ausdrücklich" begrüßt. "Wir müssen hier auf's Tempo drücken", so der CDU-Politiker am Freitag. Sachsen-Anhalt habe mit seinem eigenen Programm gute Erfahrungen gemacht. "Allerdings stoßen wir an die Grenzen der eigenen Möglichkeiten." Das Land fördert seit Januar 2017 digitale Lernkonzepte an den Schulen mit insgesamt 13,3 Millionen Euro. Die alte Bundesregierung hatte mit den Ländern einen Digitalpakt Schule verhandelt. Er war nicht mehr vor der Wahl umgesetzt worden.

Die neue Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) kündigte jetzt an, noch vor der Sommerpause die dafür nötige Grundgesetzänderung auf den Weg zu bringen. "Das ist das drängendste Thema", sagte sie der "Rheinischen Post" (Freitag). Derzeit ist Bildung ausschließlich Ländersache und dem Bund eine Mitfinanzierung bis auf wenige Ausnahmen untersagt. Über den Pakt sollen rund 3,5 Milliarden Euro fließen. Sachsen-Anhalt könnte mit rund 81 Millionen Euro rechnen.