Magdeburg (dpa/sa) - Schüler, Lehrer und Eltern in Sachsen-Anhalt müssen laut Bildungsminister Marco Tullner keine Verkürzung der Sommerferien befürchten. "Wir führen derzeit keine Debatte über die Sommerferien", sagte der CDU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Schüler, Lehrer und Unternehmen bräuchten Planungssicherheit. Zwar werde über freiwillige Angebote diskutiert. "Aber eine generelle Verkürzung oder Verschiebung steht nicht an", so der Minister.

Eine Verkürzung der Sommerferien hatte zuvor Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Augsburger Allgemeine" (Freitag).

Trotz der geschlossenen Schulen sei die jetzige Phase aber keine "bildungsfreie Zeit", betonte hingegen Tullner. "Es wurde und wird derzeit engagiert gearbeitet, und Ferien dienen entsprechend zur Erholung." Ähnlich hatte sich auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Eva Gerth, geäußert. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte sich im Gespräch mit der "Mitteldeutschen Zeitung" am Freitag hingegen offen für eine Verschiebung gezeigt.